Nicht in allen Fällen lässt sich der klassische Peer-Instruction-Zyklus problemlos auf geistes- und humanwissenschaftliche Veranstaltungen anwenden. Das Kernproblem liegt darin, passende konzeptionelle Fragen zu finden, die zu Diskussion unter den Studierenden anregen. Diese konzeptionellen Fragen lassen sich in den Naturwissenschaften wesentlich leichter generieren, was sich auch in den vielen Datenbanken zeigt, die es für die MINT-Fächer mittlerweile gibt.

Dass Clicker und Peer Instruction als Lehrkonzept trotzdem auch in den geistes- und humanwissenschaftlichen Disziplinen funktioniert, zeigt die Monash University mit Ihrem Peer Instruction in the Humanities Project, das eine Datenbank mit Fragen aus der Philosophie beinhaltet. So sind z. B. folgende Konzept-Fragetypen möglich:

  • Transferaufgaben mit bekannten Situationen (in den Literaturwissenschaften z. B. die Epochenbestimmung eines literarischen Textes)
  • Transferaufgaben mit unbekannten Situationen (in den Literaturwissenschaften z. B. die Epochenbestimmung eines Gemäldes)
  • Definitionen von Konzepten (in den Literaturwissenschaften z. B. von Erzählperspektiven und Epochen)
  • Logische Konsequenzen aus Konzepten
  • Logische Beziehungen von Konzepten (in der Philosophie z. B. die Beziehung zwischen Sadismus und Sadeismus)
  • Identifikation von validen Argumentationen
  • Identifikation von Präsuppositionen
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